FFgH Netzwerktreffen in Bern (Fanarbeit Schweiz)

Vom 12. bis 14. Oktober fand das Netzwerktreffen von „Fussballfans gegen Homophobie“ in Bern statt. Zum ersten Mal fand das europäische Netzwerktreffen in der Schweiz statt, wo sich die Faninitiative „Gemeinsam gegen Homophobie“ seit 2014 in der Schweiz gegen die Diskriminierung von Homosexualität im Fussball einsetzt. Das Treffen bot VertreterInnen von Fangruppen, Sportvereinen, Verbänden und Fachorganisationen eine Plattform für Vernetzung und Austausch über Grenzen hinaus.

Am Vormittag vermittelte eine Reihe von Input-Referaten einen Einblick in die Aufklärungs- und Antidiskriminierungsarbeit von verschiedenen Organisationen aus der Schweiz und Deutschland. Die vielseitigen Eindrücke aus den verschiedenen Felder der Aufklärungs- und Antidiskriminierungsarbeit zeigten Wirkung. Inspiriert gingen die Teilnehmenden nach dem Mittagessen in die beiden Transfer-Workshops. Die angeregten Runden diskutierten zusätzliche Möglichkeiten der Antidiskriminierungsarbeit im Breitensport (-fussball) und darüber, was Fans, Faninitiativen und andere fan-nahe Organisationen zu einer Verbesserung der Situation beitragen können.

Denn eines wurde überdeutlich: Homosexualität im Fussball wird immer noch marginalisiert. Sowohl im Männer- als auch im Frauenbereich, im Spitzen- und Breitensport. Zweifelsohne sind Entwicklungen sichtbar, doch ist der Fussball in der Schweiz und insgesamt immer noch weit entfernt von einem offenen und gleichberechtigenden Umgang mit Menschen aller Prägungen, Orientierungen und Geschlechter.

Fanarbeit Schweiz setzt sich auch in Zukunft für einen offenen und toleranten Sport ein. Stimmen für Vielfalt und Toleranz und gegen Diskriminierung und Vorurteile sind keine politischen Statements, sondern ein Engagement für die Grundwerte einer offenen und modernen Gesellschaft. Sport ist für alle da!


Quelle: Newsletter Fanarbeit Schweiz