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Ausgangslage

Während in mitteleuropäischen Ländern seit Jahren ein gesamtgesellschaftlicher Prozess beobachtet werden kann, der es homosexuellen Menschen mehr und mehr erlaubt ihren Lebensstil nicht mehr verbergen zu müssen und auch im öffentlichen Leben, in Politik und Kultur preiszugeben, scheinen dennoch Teile dieser Gesellschaft davon weitgehend unberührt zu bleiben. Paradebeispiel hierfür sind sowohl der Fussball- wie auch Eishockeysport, insbesondere da wo er von Männern und seinen Anhängern ausgeübt wird.

Die Fankurven wie auch die Mannschafts-, Vereins oder Verbandsgefüge scheinen, ungeachtet der emanzipatorischen Errungenschaften der Gesellschaft die sie umgibt, weiterhin ein Reservat obsoleter Männlichkeitsvorstellungen darzustellen. Mit Männer assoziierte Stereotypen wie Härte, Kampfgeist oder Durchsetzungsvermögen, die für Sportler als unabdingbar gelten, werden exklusiv dem heterosexuellen Spieler zugeschrieben. Schwul sein dient hierbei als Synonym für Schwäche. Das Resultat zeigt sich auf den Rängen, wo kollektiver Rausch und durch Anonymität der Masse Raum schaffen für Diskriminierung in unverhohlener Form.

Die Idee

Dem entgegenwirken möchte die Faninitiative „Fans gemeinsam gegen Homophobie“. Sie richtet sich gleichermassen an Fans, Fanclubs Fanorganisationen oder an Vereine und Verbände im Schweizer Fussball, Eishockey und anderen Sportarten. Mit ihr soll Sportartenübergreifend ein Zeichen gegen Homophobie in Schweizer Stadien gesetzt werden.

Die Initiative soll die bereits bestehenden Organisationen und Bestrebungen welche sich gegen Homophobie im Sport einsetzen, insbesondere die drei schwul-lesbischen Fanclubs von  FCB, FCZ und YB, breiter abstützen und engagierten Fans, die nicht einem Fanclub beitreten wollen, ein Gefäss bieten in welchem sie ein Zeichen gegen Homophobie setzen können.

Ziele

Ziel ist es ein Zeichen gegen Homophobie in den Schweizer Stadien zu setzen und eine Sensibilisierung zur Thematik zu erreichen. Dabei sollen Fans, Fanclubs und Vereine am selben Strick ziehen. Gemeinsamg gegen Homophobie lehnt sich dabei stark an die in Deutschland etablierte Faninitiative „Fussballfans gegen Homophobie” an.

Organisationen (Fanclubs, -Verbände und Vereine) welche bei mit der Initiative ein Zeichen setzen wollen können die Erklärung gegen Diskriminierung im Sport unterzeichnen und damit Ihre Absicht stärken.

Fans gemeinsam gegen Homophobie soll auch eine Netzwerk- und Austauschplattform zwischen den Unterschiedlichen Fans und Sportarten werden.
Langfristig sollen aus der Initiative andere Projekte gegen Homophobie und Diskriminierung entstehen und auf den Erfahrungen mit FggH aufbauen können.